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Aktuelles

18.12.2020

Beschluss zum EEG 2021

Nach zähen und langwierigen Verhandlungen hat der Bundestag am 17.12.2020 das EEG 2021 beschlossen. Der Bundesrat hat das Gesetz am 18.12.2020 bestätigt. Zuletzt mehrten sich Zweifel daran, ob dies noch vor Weihnachten gelingen würde. Schließlich wäre mit einer weiteren Verzögerung auch das geplante Inkrafttreten des Gesetzes gefährdet gewesen. Doch nun ist beschlossen, dass am 01.01.2021 das neue EEG in Kraft tritt. Nach erster Sichtung und vorbehaltlich der amtlichen Gesetzesverkündigung gelten u. a. nachfolgende Neuerungen für die Windenergie an Land:

  • Ausbauziel 2030 (§ 4):
    Die installierte Leistung der Windenergie an Land soll bis zum Jahr 2030 auf 71 Gigawatt ansteigen.
  • Kürzung von Ausschreibungsvolumina (§ 28 Abs. 6):
    Das Ausschreibungsvolumen soll bei drohender Unterzeichnung reduziert und zu einem späteren Termin ausgeschrieben werden. Als Kriterien für eine Kürzung soll die Bundesnetzagentur eine Unterzeichnung der letzten Ausschreibungsrunde, das Volumen neu gemeldeter Genehmigungen sowie vorhergehend ausgeschlossene Gebote heranziehen.
  • Höchstwert für die Ausschreibung (§ 36b):
    Der neue Höchstwert beträgt 6,0 Cent / kWh und wird ab dem Jahr 2021 und nachfolgenden Kalenderjahren jeweils um zwei Prozent bezogen auf den Vorjahreswert gemindert.
  • Erweiterung der Standortkorrektur (§ 36h):
    Zukünftige Ausschreibungszuschläge erhalten bei einer Standortgüte von 60 Prozent den Faktor 1,35. Bislang betrug der höchste Faktor 1,29 (70 Prozent). Damit wird ein Anreiz für Binnenlandstandorte unterhalb einer Standortgüte von 70 Prozent gesetzt.
  • Zusatzgebote bei höherer in Betrieb genommener als bezuschlagter Leistung (§ 36j):
    Eine erneute Ausschreibungsteilnahme wird nach Inbetriebnahme möglich, wenn die installierte Leistung um mindestens 15 Prozent erhöht wird.
  • Freiwillige Zuwendung für Standortgemeinden (§ 36k):
    Betreiber können Gemeinden im Umkreis von 2.500 m eine Zuwendung von bis zu 0,2 Cent / kWh als einseitige Zuwendung ohne Gegenleistung anbieten. Geleistete Zahlungen können sich Betreiber beim Netzbetreiber erstatten lassen.
  • Negative Strompreise (§ 51):
    Die Regelung zu den negativen Preisen wurde von sechs auf vier aufeinanderfolgende Stunden verschärft. Die Anzahl dieser Stunden verlängert den Vergütungszeitraum.

Wir schließen uns den Äußerungen vieler Verbände an, dass das nun verabschiedete Gesetz hinter den Erwartungen und Ansprüchen der Pariser Klimaziele zurückbleibt (§ 4). Auch ist planungsrechtlich noch völlig unklar, wie z. B. die Landesregierung NRW mit den erhöhten Ausbauzielen umgehen wird. Die neuen Regelungen schaffen zum Teil erhöhte Unsicherheiten für Bürgerwindprojekte (z. B. § 51). Der überwiegende Teil des neuen Gesetzes macht allerdings Mut, eröffnet neue Möglichkeiten und unterstreicht die große Bedeutung von Bürgerwind für die Energiewende.

10.12.2020

Inkrafttreten des Investitionsbeschleunigungsgesetzes

Änderungen für die Windenergie

Änderungen für die Windenergie im "Gesetz zur Beschleunigung von Investitionen" (BGBI. 2020, S. 2694):

  • § 80 VwGO und § 63 BImSchG:
    Wegfall der aufschiebenden Wirkung von Widerspruch und Klagen Dritter; dadurch wird es keinen Baustopp mehr geben.

  • Änderung der erstinstanzlichen Zuständigkeit:
    Klagen gegen das WEA-Bauvorhaben sind direkt beim Oberverwaltungsgericht (OVG) zu erheben. Die frühere Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte entfällt, dadurch beschleunigen sich die Gerichtverfahren.

01.12.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern (Westwind Hawig): Rotorblatttransporte

Bereits der Transport der Turmteile war eine logistische Herausforderung. Nun wurde es für das Vestas-Team vor Ort noch komplizierter: In der Dunkelheit wurden drei jeweils 75m lange Rotorblätter angeliefert, teilweise sogar rückwärts. Früh am Morgen war es dann geschafft und alle Beteiligten durften aufatmen. Alle Blätter haben unversehrt den Standort erreicht und konnten entladen werden.

01.12.2020

WindEnergy 2020

Wegen der allgegenwärtigen Corona-Pandemie lässt sich das gewohnte Format der WindEnergy dieses Jahr nicht umsetzen, dennoch gibt es virtuelle Angebote.

Erstmalig wird innerhalb der digitalen WindEnergy Hamburg (01.12.-04.12.2020) ein WindTV Premium und Openstream angeboten. Das Programm an hochkarätigen Konferenzen und Talkrunden können Sie sich hier ansehen (LINK). 

Wir sind Teilnehmer des Landesgemeinschaftsstandes NRW und laden Sie hiermit herzlich ein, unseren digitalen Messestand vom 23.11. bis 11.12.2020 zu besuchen. 

Registrieren Sie sich einfach kostenlos (LINK). 

Dies ist ein erster Einblick des Landesgemeinschaftsstandes NRW:

30.11.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern (Westwind-Hawig): Anlieferung der Turmsektionen

Ende November 2020 wurden die Turmsegmente auf die Vestas-Baustelle in Haltern geliefert. Der Turm der Anlage ist ein reiner Stahlrohrturm. Die Montage der Turmteile ist somit deutlich schneller als ein vergleichbarer Beton-Hybridturm. Dafür fallen die Transporte "eine Nummer" größer aus...

26.11.2020

Erste Windenergieanlage als Prototyp mit BNK System versehen

Am Donnerstag, 26.11.2020 fand mit der technischen Betriebsführung der BBWind eine erste Vorortanalyse auf einer Nordex N117 statt, in der die Montage und Anschluss des Transpondersystems getestet wurde.

Die BBWind plant noch in diesem Jahr die Installation des ersten Dark-Sky Systems auf einer Windenergieanlage im Münsterland.

Foto: BBWind Projektberatungsgesellschaft mbH

Auf dem Foto: Moritz Kunze (links, BBWind GmbH) und Steven Lübke (rechts, Dark Sky GmbH)

05.11.2020

BBWind BNK Einkaufsgemeinschaft

Die Umsetzungsfrist wurde verlängert.

Es gibt Neuigkeiten von der Bundesnetzagentur. Die Umsetzungsfrist der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung für Windenergieanlagen an Land wurde auf den 31.12.2022 verlängert:

Meldung der Bundesnetzagentur:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Service-Funktionen/Beschlusskammern/1_GZ/BK6-GZ/2020/BK6-20-207/BK6-20-207_beschluss%20+%20stellungnahmen.html;jsessionid=9CC5213EC8017484E70C301D9B4721C4?nn=729642 

Für Windenergieanlagen auf See wurde die Frist bis zum 31.12.2023 verlängert.

Dies sorgt für etwas Entspannung auf dem Markt. Natürlich werden wir unsere derzeitigen Gespräche mit den BNK Anbietern fortführen und halten demnächst Angebote für Sie parat.

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Greta Sextro:

Tel. 0251 981103-286

E-Mail: bnk@bbwind.de 

29.10.2020

Sichtkontrollen erfolgreich abgeschlossen

Ein ertrag- und ereignisreiches Windjahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Auch die BBWind musste bei Arbeiten in den Windparks den Einschränkungen der weltweiten Corona-Pandemie begegnen. Durch die Anpassung und Optimierung der Arbeitsweisen für die Sichtkontrollen konnten alle geplanten, sowie einige zusätzliche Begehungen in diesem besonderen Jahr durchgeführt werden.

Die kontrollierten Windenergieanlagen stellten einen guten Querschnitt durch das betreute Betriebsführungsportfolio dar. Bei den Sichtkontrollen wurde erfreulicherweise vielfach eine Behebung der Mängel aus den vorhergehenden Begehungen festgestellt, jedoch wurde auch neue Punkte erfasst. Als Fazit bleibt zu sagen, dass Sichtkontrollen ein probates Mittel sind, um den technischen WEA-Zustand aus Betreibersicht im Auge zu behalten und zu verbessern.

Auf dem Bild: Thorsten Franke

30.09.2020

Akzeptanz durch Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung bei Windparks: Im Zuge der EEG-Novellierung wird seit Monaten über faire Bürgerbeteiligung an Windenergieanlagen diskutiert. Unsere Erfahrung aus der Realisierung von zahlreichen erfolgreichen Bürgerwindprojekten hat uns gezeigt, worauf es bei akzeptanzstarken Windenergieprojekten ankommt. In der Zeitschrift top agrar ist ein Artikel erschienen, der verschiedene Ansätze zur Bürgerbeteiligung – so auch unsere Vorschläge – beleuchtet.

Quelle: top agrar 10/2020, Seite 98-101

 

 

21.09.2020

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll zum 01.01.2021 novelliert werden

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen ersten Referentenentwurf für eine EEG-Novelle 2021 veröffentlicht. Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, dass das überarbeitete Gesetz zum 01.01.2021 in Kraft tritt und das EEG 2017 ablöst.

Einige geplante Änderungen sind:

  • Das Referenzertragsmodell soll nach unten bis 60% Standortgüte mit einem Korrekturfaktor von 1,35 erweitert werden, was windschwachen Standorten zugutekommen würde.
  • Es soll eine finanzielle Beteiligung der Kommunen am Standort der Windenergieanlagen in Höhe von 0,2 Cent pro kWh eingeführt werden.
  • Der Höchstwert in den Ausschreibungen soll im kommenden Jahr 6,20 Cent/kWh betragen und in den Jahren nach 2021 jeweils um 2 Prozent bezogen auf den Vorjahreswert verringert werden.
  • Zuschläge sollen auch im Falle von Neugenehmigungen erhalten bleiben
  • Deutliche Verschärfung sind geplant bei der Verringerung des Zahlungsanspruches bei negativen Spotmarktpreisen an der Strombörse ( § 51 EEG 2017).

Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei der Auflistung und dem Referentenentwurf um ein Gesetzgebungsverfahren mit offenem Ausgang handelt. Das Bundesministerium weist darauf hin, dass dieser Referentenentwurf nicht mit allen Ministerien abgestimmt ist. Die angegebenen geplanten Änderungen können wesentlich anders ausfallen oder gegebenenfalls auch gar nicht zum Tragen kommen. Wir bringen stets unseren Bürgerwindgedanken ebenfalls in das Gesetzgebungsverfahren ein und vertreten hierzu Ihre Interessen bis nach Berlin, so dass Bürgerwind auch mit einem EEG 2021 in eine erfolgreiche Zukunft gehen kann.

01.09.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Rotorblattmontage

Der 1. September 2020 wurde für alle Beteiligten ein langer Tag auf der Baustelle. Dank überschaubarer Windverhältnisse wurden an einem Tag erst die Nabe und anschließend noch die Rotorblätter gezogen und fest montiert. Ein großer Meilenstein für das Projekt, nun sind alle Großkomponenten verbaut und der restliche Innenausbau kann abgeschlossen werden.

01.09.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Montage der Nabe

Nach dem erfolgreichen Zug der Gondel spielte auch einen Tag später das Wetter mit. Bei passenden Bedingungen wurde die Nabe gezogen und montiert. Wenig später folgten die mächtigen Rotorblätter.

31.08.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Montage der Gondel

Das mächtige Gondelhaus der Vestas V150 schwebt per Großkran empor und wird mit dem Stahlrohrturm verbunden. Die Fertigstellung der Windenergieanlage geht nun in die heiße Phase.

25.08.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Transport der Turmsegmente

Kurz nachdem die Rotorblätter nachts erfolgreich angeliefert wurden, standen nun - ebenfalls nachts - die Turmsegmente an. Per Schwertransporter wurden die Stahlturmsektionen auf die Baustelle manövriert.

17.08.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Anlieferung der Rotorblätter

Ein großer Moment für die Bürgerwindanlage am Hof Sebbel in Haltern. Mitten in der Nacht werden die 75m langen Rotorblätter der Vestas V150 angeliefert. Es ist an manchen Stellen der Zuwegung durchaus eng aber alles passt und die drei Blätter kommen wohlbehalten auf der Baustelle an. Nun geht es an die Montage!

17.08.2020

Einladung - digitale und kostenlose Veranstaltung des LEE NRW

Erneuerbare Energien im Münsterland

BBWind engagiert sich seit fast zwei Jahren im Beirat des Regionalvorstandes Münsterland des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE NRW).

Folgende digitale und kostenlose Veranstaltung mit dem Fokus „Erneuerbare Energien im Münsterland" möchten wir Ihnen daher gerne ans Herz legen und Sie herzlich einladen.

Am 27. August um 19:00 Uhr stellen sich

  • Dr. Christian Schulze Pellengahr (CDU Landrat des Kreises Coesfeld)
  • Michel Hübner (SPD Landratskandidat Kreis Recklinghausen)
  • Birgit Neyer (Bündnis 90 /Die Grünen Landratskandidatin Kreis Steinfurt)
  • Heiko Wischnewski (Die Linke Ratsmitglied Münster /Umweltpolitscher Sprecher)
  • Reinhard Böcker (FDP Vorsitzender im Kreis Borken)

den Moderatoren Hendrik Becker & Thomas Voß und Ihren Fragen zum Thema Klimaschutz und Energiewende.

Weitere Informationen und anmelden können Sie sich unter https://www.lee-nrw.de/termine/die-klimakrise-und-neustart-nach-corona-im-muensterland/.

15.07.2020

Interview in der Zeitung Energie & Management mit Heinz Thier

"Mehr Akzeptanz durch Bürgerenergie"

 Quelle: Energie & Management, Ausgabe 13-14/20, Seite 7

08.07.2020

Klimawert gegen Leistungsrückgang

Um einen drohenden Rückgang der installierten Leistung der Windenergie an Land zu verhindern, schlägt BBWind der Bundespolitik eine Lösung, den sogenannten Klimawert, vor.

Hintergrund zum drohenden Leistungsrückgang

Durch die seit 2018 unterzeichneten Ausschreibungsrunden der Windenergie an Land entgehen dem vorgesehenen Ausbaukorridor bislang rund 3.000 MW. Sofern die Unterzeichnung der noch übrigen Ausschreibungsrunden im gleichen Maße anhält, könnten bis Ende 2020 3.746 MW für die Windenergie an Land verloren gehen, wie Abbildung 1 veranschaulicht. Hinzu kommt, dass mit Ablauf des Jahres 2020 deutschlandweit 4.156 MW aus der EEG-Förderung fallen, dies sind rund 5.300 Windenergieanlagen (WEA). Bis Ende 2025 fallen weitere 12.176 MW aus der EEG-Förderung. Von diesen WEA kann über die Hälfte nicht durch neue Anlagen ersetzt werden (sog. Repowering), weil sie nicht innerhalb von Konzentrationszonen errichtet wurden, die Abstände zu den Häusern zu gering sind (aufgrund der kleineren Gesamthöhe der damaligen WEA) oder aus artenschutzrechtlichen Belangen.*

Abbildung 1: Drohende Leistungsverluste für die Windenergie an Land.
Quellen: Bundesnetzagentur (07/2020) Marktstammdatenregister und Ausschreibungsergebnisse sowie Quentin, Sudhaus & Endell (2018) Was tun nach 20 Jahren? S.33-34 *

Der Zubau, der im 1. Halbjahr 2020 laut Marktstammdatenregister 783 MW betrug und für das 2. Halbjahr 2020 erneut angenommen wird, könnte folglich 1.566 MW betragen. Der Zubau wird die vorgenannten drohenden Verluste somit bei Weitem nicht auffangen können, wie Abbildung 2 verdeutlicht. Der Rückgang der installierten Leistung könnte daher bereits in diesem Jahr 5% betragen. 

Abbildung 2: Installierte Leistung Windenergie an Land 2020/2021.
Quellen: BWE (2020): Installierte Leistung pro Bundesland ** sowie Bundesnetzagentur (2020): Marktstammdatenregister und Ausschreibungsergebnisse.

Die Leistung der aus der Förderung fallenden Windenergieanlagen (Alt-WEA) ist unverzichtbar. Im Kontext des Atom- (2022) und Kohleausstiegs (2035-2038) ist die Entwicklung bei der Windenergie, dem Eckpfeiler der Energiewende, einmal mehr besorgniserregend. Aus diesem Grund hat BBWind der Bundespolitik mit dem Klimawert einen Lösungsvorschlag unterbreitet, mit dem das Leistungsdefizit aufgefangen werden könnte.

Unser Lösungsvorschlag: Der Klimawert für Alt-WEA

Im EEG sollte ein anzulegender Klimawert für Alt-WEA festgelegt werden, der sich am bewährten Modell der geförderten Direktvermarktung orientiert. Der anzulegende Klimawert könnte 2,00 Cent je kWh unter dem rollierenden Durchschnitt der Höchstzuschläge des vergangenen Jahres für neue WEA liegen. Der Klimawert sollte jenen WEA vorbehalten sein, die aus der EEG-Förderung herausgefallen sind und für die kein Repowering möglich ist. WEA, die in einer beplanbaren Windkonzentrationszone liegen, bedürfen unbedingt eines Repowerings statt eines Weiterbetriebs, da der Neubau von WEA die Energiewende durch höhere Stromerträge ungleich schneller voranbringt.

Vergütungsbeispiel für Alt-WEA: Geminderter rollierender Durchschnitt der Höchstzuschläge

6,20 Cent (Rollierender Durchschnitt der Höchstzuschläge 2019) - 2,00 Cent (Weiterbetriebsabzug) = 4,20 Cent, 80% Standort, Umrechnungsfaktor 1,16 (Referenzertragsmodell), Ergebnis ist die Vergütung für die nächsten 5 Jahre i. H. v. 4,87 Cent. Von diesem Wert würde der Direktvermarktungserlös abgezogen werden, der in den ersten 5 Monaten dieses Jahres 1,74 Cent beträgt. Folglich ergibt sich noch eine Marktprämie i. H. v. von 3,13 Cent je kWh.

* abrufbar unter https://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Was_tun_mit_WEA_nach_20Jahren.pdf 

** abrufbar unter: https://www.wind-energie.de/themen/zahlen-und-fakten/ 

01.07.2020

Interview im Magazin topagrar mit Heinz Thier

"Fünfmal mehr Einnahmen mit Bürgerwind als bei reiner Verpachtung"

Quelle: top agrar, Ausgabe 7/2020, Seite 29

13.06.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Versammlung und Baustellenbesichtigung

In Zeiten von Corona und Abstandsgebot ist auch in der Windenergiebranche Kreativität gefragt. Im Bürgerwindprojekt Haltern-Sebbel wurde eine Gesellschafterversammlung kurzerhand neben und auf das Fundament verlagert. Neben wichtigen Informationen zum Projektfortschritt konnten sich so alle Gesellschafter auch direkt ein Bild der Bautätigkeiten machen.

18.05.2020

Bundesweite Abstandsregelung vom Tisch

Nach monatelangen Diskussionen um Abstände von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung hat sich die Bundesregierung am Montag, 18.05.2020 darauf geeinigt, keine bundesweite Abstandsregelung einzuführen. Stattdessen erhalten die Länder über eine Länderöffnungsklausel die Möglichkeit, Abstandsregelungen von bis zu 1.000 m einzuführen. Demzufolge bleibt abzuwarten, wie die einzelnen Länder damit umgehen. Wir schauen gespannt nach Düsseldorf, ob Energieminister Pinkwart Wort hält und keinen Gebrauch von der Länderöffnungsklausel macht, wie er Ende Februar 2020 Branchenvertretern in einer Gesprächsrunde, an der wir auch teilgenommen haben, erklärte.

Offen ist noch, welcher Wohngebietstyp als Kriterium herangezogen werden darf. In der Vorlage zur Einigung ist vom Abstand „bis zur nächsten bezeichneten zulässigen baulichen Nutzung zu Wohnzwecken" die Rede. Von bestimmten Wohngebietsarten wie etwa „reinen Wohngebieten" ist hier (noch) nichts zu lesen. Um die Einigung zur Abstandsregelung in einen Gesetzesvorschlag zu überführen, sind also noch zentrale Fragen zu klären. Vielleicht gibt es auch deshalb noch keine offizielle Stellungnahme der NRW-Landesregierung zum Beschluss der großen Koalition.

Appell an die Landesregierung: Keine Nutzung der Länderöffnungsklausel in NRW

Fest steht, dass das Planungsrecht für Windenergie in NRW mit einer Nutzung der Länderöffnungsklausel nur unübersichtlich werden könnte, womit niemandem geholfen wäre – weder den Menschen vor Ort, noch den für die Bauleitplanung zuständigen Gemeinden oder den Projektentwicklern für Windenergie. Die Forderung der BBWind ist daher klar: NRW sollte dringend davon absehen, die Länderöffnungsklausel zu nutzen. Andernfalls würde neben der Grundsatzregelung im Landesentwicklungsplan (LEP) von 1.500 m zu allgemeinen und reinen Wohngebieten, auf einer weiteren gesetzlichen Ebene ein weiteres, nicht mit der bestehenden LEP-Regelung vereinbares Abstandskriterium eingeführt werden. Der 1.500 m-Grundsatz, der bei der Aufstellung der Regionalpläne und Flächennutzungspläne lediglich als Abwägungskriterium dient, würde dann mit einem verbindlichen Kriterium von maximal 1.000 m zu kombinieren sein. Über diese Unübersichtlichkeit hinaus ergäben sich verschiedene Nachteile. Zahlreiche Projekte, bei denen Privatpersonen vor Ort ihr Projekt in den letzten Jahren mit Gutachten kostenintensiv vorangetrieben haben und auf einen Bestand der geltenden Gesetze vertraut haben, sehen ihr Vorhaben gefährdet. Ebenso ergeht es Gemeinden, die ihren Flächennutzungsplan (FNP) nach jahrelanger Entwicklung fertiggestellt haben und nun befürchten müssen, dass ihr FNP durch die Anwendung der Länderöffnungsklausel kurzerhand entwertet werden könnte. Nicht zuletzt würde das einstige Energieland NRW damit das Ziel der Energieversorgungsstrategie NRW, die Verdoppelung der Windenergieleistung bis 2030 ad absurdum führen. Demzufolge ergäben sich auf verschiedenen Ebenen Nachteile, deren Erduldung vor der höchstfragwürdigen Wirkung von Abstandsregeln absolut nicht gerechtfertigt erscheint. Feste Abstände zur Wohnbebauung erhöhen nicht die Akzeptanz, wie wir aus zahlreichen Praxisbeispielen wissen. Entscheidend ist die Einbindung der Menschen vor Ort in Planungsprozesse und durch finanzielle Teilhabe.

30.04.2020

Neues zum Thema BNK

Der Weg ist frei für die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (kurz: BNK) der Windenergieanlagen! Das nächtliche Dauerblinken gehört damit bald der Vergangenheit an.

Im Februar hat der Gesetzgeber mit einer Neufassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV) den gesetzlichen Rahmen für die Einführung eines BNK Systems konkretisiert. Nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 30.04.2020 ist das neue Gesetz in Kraft getreten. Damit können die BNK Anbieter die Zulassung ihrer Detektionssysteme beantragen und ihre Angebote finalisieren.

Wir freuen uns über diese akzeptanzsteigernde Maßnahme und arbeiten an einer Einkaufsgemeinschaft, um die Umsetzung mit dem Transpondersystem möglichst effizient zu gestalten.

16.03.2020

Betreiberforen

Im Zeitraum vom 03.03.2020 bis zum 12.03.2020 fanden unsere alljährlichen GE-, Nordex-, und Senvion-Betreiberforen in Münster statt. Bei diesen Foren hatten unserer Betriebsführungsprojekte die Möglichkeit, sich mit den Ansprechpartnern des WEA-Herstellers und der technischen und kaufmännischen Betriebsführung der BBWind auszutauschen. Zusätzlich erhielten die WEA-Betreiber die neuesten Informationen direkt von den WEA-Herstellern und die BBWind analysierte das zurückliegende Windjahr 2019. Das Enercon-Betreiberforum wird im Laufe dieses Jahres nachgeholt. 

07.02.2020

YouTube Video - Bürgerwind in Haltern Sebbel: Erdarbeiten

In Haltern am See im Kreis Recklinghausen entsteht derzeit eine neue Bürgerwindenergieanlage. Zwischen Lippe im Süden und Bundestraße B58 im Norden wird eine hocheffiziente und moderne Anlage vom Typ Vestas V150 errichtet. Diese Windenergieanlage mit 4MW Nennleistung und 150m Rotordurchmesser wird nach Fertigstellung 241m hoch sein. Es wird eine jährliche Produktion von 11 Mio. kWh sauberen Windstrom erwartet. Wir werden den Bau hier begleiten und Ihnen regelmäßig aktuelle Videos präsentieren!

30.01.2020

BEE-Neujahrsempfang am 30.01.2020 in Berlin

Am 30.01.2020 fand in Berlin der Neujahrsempfang des BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. statt.

Unser Geschäftsführer, Heinz Thier, informierte sich an Ort und Stelle über aktuelle politische Strömungen und lauschte den Vorträgen hochkarätiger Referenten.

Peter Altmaier (s. Foto) stellte 1.400 Zuhörern seine Vorstellung von Akzeptanz zur Windenergie vor, die einen Meinungsaustausch im Plenum entfachte. Dr. Eckart von Hirschhausen warb hingegen dafür, die Diskussion um feste Mindestabstände bei der Windenergie an Land zu beenden und stattdessen über die planetaren Grenzen sprechen.

 

20.01.2020

"Ackern fürs Klima"

Unter diesem Titel fand am Samstag, 18.01.2020 eine Konferenz von Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion in Berlin statt. Im Fishbowl-Panel: „Einkommensmöglichkeiten für Landwirte durch erneuerbare Energien" haben Oliver Krischer (stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion), Karl-Heinz Remmers (Vorstand Solarpraxis AG) und Heinz Thier (Geschäftsführer BBWind) miteinander diskutiert.
Heinz Thier hat dabei das Konzept Bäuerlicher Bürgerwind vorgestellt und erläutert, wie akzeptanzstarke Projekte umgesetzt werden. Thier stieß damit auf reges Interesse bei den Konferenzteilnehmern, das sich auch noch in Gesprächen nach der Diskussionsrunde zeigte.

Auf dem Bild: Oliver Krischer (rechts) und Heinz Thier

11.12.2019

Jahrestagung Erneuerbare Energien.NRW (11.12.2019)

Wie sieht der Strommarkt der Zukunft aus? Das war eine der zentralen Fragen bei der diesjährigen Jahrestagung Erneuerbare Energien NRW. Diese fand am 11. Dezember in der Historischen Stadthalle in Wuppertal statt. Vor rund 250 Gästen und Energieexperten wurden aktuelle energiepolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf Landes-, Bundes- und Europaebene diskutiert. Auch die BBWind war mit einem Stand auf der Begleitaustellung vertreten und versorgte die Gäste mit Infos.

Auf dem Bild: Ben Rotherm (links), Heinz Thier (rechts)

04.12.2019

GreenLive in Kalkar (02.-04.12.2019)

Vom 2. bis 4. Dezember 2019 fand in Kalkar die GreenLive statt. Auch wir waren wieder mit einem Stand vertreten (auf dem Bild: unser Mitarbeiter Holger Kanschik).

20.09.2019

"Fridays for Future" Demo am 20.09.2019

Mehrere Mitarbeiter der BBWind haben am 20.09.2019 auf der Großdemo der „Fridays for Future"-Bewegung Flagge gezeigt und sich für intensivere Bemühungen in Sachen Klimaschutz engagiert. Die Münsteraner Polizei spricht von 20.000 Teilnehmern, der Veranstalter gar von 25.000 Demonstranten. Lautstark und bunt ging ein kilometerlanger Protestzug durch die Münsteraner Innenstadt.

13.09.2019

HUSUM WIND 10.-13.09.2019 in Husum

Vom 10. bis 13. September 2019 fand in Husum die HUSUM Wind statt. Dieses Jahr waren wir auf dem Gemeinschaftsstand der EnergieAgentur.NRW in
Halle 3 - Stand A29 vertreten.

13.06.2019

Tag der Zukunftsenergien Münsterland 2019

am 13.06.2019 in Heiden

Am Donnerstag, 13. Juni 2019 fand in der Westmünsterlandhalle Heiden der Tag der Zukunftsenergien Münsterland 2019 statt. Unter dem Motto "Alles zur Zukunft der Energiewende" ludt der Regionalverband Münsterland des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE) ein.

Auch wir präsentierten uns dort (auf dem Bild: unser Mitarbeiter Christoph Austermann).

Weitere Informationen können Sie der Pressemitteilung des LEE NRW entnehmen (LINK).

22.10.2018

BBWind besichtigt WEA-Hersteller

Hinter die Kulissen eines Windenergieanlagenherstellers hat das Team der BBWind am vergangenen Freitag, 19.10.2018, geschaut und einige Werkshallen besichtigt. Insgesamt wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, an dem das BBWind-Team verfolgen konnte, wie die einzelner Betonsegmente für den Turm gefertigt werden und wie die jeweiligen Windenergieanlagenkomponenten, beispielsweise die Rotorblätter oder der Generator, hergestellt werden. 

17.10.2018

Branchen-Appell: 78 Unternehmen protestieren gegen Einschränkungen der Windenergie

Münster, 17. Oktober 2018 – Knapp 80 Unternehmen sprechen sich heute in einer gemeinsamen Erklärung gegen Einschränkungen beim Ausbau der Windenergie aus. BBWind unterstützt den Branchen-Appell. Geschäftsführer Heinz Thier warnt: „Dieser Antrag der NRW-Landesregierung richtet sich klar gegen eine schnelle Energiewende. Eine Länderöffnungsklausel für pauschale und willkürliche Abstände von Windenergieanlagen zu Gebäuden ist nicht zielführend: Im dichtbesiedelten NRW würden Mindestabstände von 1.500m einen Ausbaueinbruch der Windenergie zur Folge haben und etliche Jobs kosten. Das darf nicht passieren. Deswegen fordern wir gemeinsam mit vielen weiteren Unternehmen den Bundesrat auf, dem Antrag nicht zuzustimmen und die baurechtliche Privilegierung der Windenergie bundesweit zu erhalten!"

Am kommenden Freitag wird im Bundesrat der Antrag des Landes Nordrhein-Westfalens behandelt. Dieser sieht eine Öffnungsklausel des Baugesetzbuches für die Bundesländer vor. Damit sollen die Länder pauschale und sachlich nicht begründete Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Gebäuden festlegen können. Das Land Bayern hat schon einmal solch eine Regelung genutzt und damit die Windenergie im Land fast vollständig zum Erliegen gebracht. Die Wind-Branche befürchtet ähnlich dramatische Folgen für Nordrhein-Westfalen.

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